PRESSEMITTEILUNG

"Lernen bewegt" - JAKO-O und Wehrfritz präsentieren Studie zur Zukunft der Bildung

  • Einschätzungen von Lehrkräften, Kita-Pädagogen und Eltern zur aktuellen Bildungssituation und der Schule von morgen
  • Unterschiedliche Meinungen zu gefragten Schlüsselkompetenzen 

Bad Rodach, 7. Dezember 2020 – Gesellschaftliche Megatrends wie Globalisierung, Digitalisierung, Flexibilisierung und Nachhaltigkeit bestimmen immer stärker die Arbeit und den Alltag vieler Menschen. Computer und Handy sind aus den meisten Arbeitsprozessen nicht mehr wegzudenken, die Mobilität am Arbeitsmarkt ist hoch und Nachhaltigkeit ist eine zunehmend wichtige Größe in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Was und wie sollten Kinder also lernen, um mit diesen Veränderungen erfolgreich umgehen zu können und sie am Ende auch mitzugestalten?

„Unsere Studie ‚Lernen bewegt‘ liefert sehr differenzierte Antworten von Lehrern, Kita-Pädagogen und Eltern auf Fragen zur Zukunft der Bildung,“ sagt Eike Gerken, Head of Education Business der HABA-Firmenfamilie, die JAKO-O und Wehrfritz unter ihrem Dach vereint. „Eine zentrale Erkenntnis aus der Studie ist: Vortragen, zuhören und büffeln reicht nicht mehr. Fast alle Befragten teilen die Einschätzung, dass Schlüsselkompetenzen wie Kommunikationsfähigkeit, Medien- und Digitalkompetenz und interkulturelle Kompetenz eine große Rolle in der Bewältigung künftiger Herausforderungen spielen. Das zeigt im digitalen Bereich aktuell auch die Corona-Krise mit Homeoffice und Fernunterricht“, sagt Gerken. „Alle Bildungsvermittler empfinden zudem ein hohes persönliches Verantwortungsbewusstsein für die Bildung der Kinder, wenn auch mit teils unterschiedlichen Vorstellungen über die Gestaltung der Schule von morgen.“

Für die Bildungsstudie „Lernen bewegt“ haben Marktforscher Klaus-Peter Schöppner und sein Institut Mentefactum 305 Lehrer, 306 Kita-Pädagogen und 1255 Eltern zwischen dem 1. Juli und dem 6. August 2020 deutschlandweit nach ihren Einschätzungen befragt: Wie bewerten sie die aktuelle Bildungssituation? Welche Kompetenzen sollten Schüler erwerben? Wie soll die Schule der Zukunft aussehen?

Für Eltern und Lehrer kommt in der Schule einiges zu kurz

Danach gefragt, was ihnen in der aktuellen Bildungssituation an ihren Schulen zu kurz kommt, gaben jeweils rund die Hälfte der Eltern und Lehrer Kenntnisse in den Bereichen Gesundheit und Ernährung sowie Computer und Internet an. Während Lehrer darüber hinaus vor allem das Fehlen von Berufsorientierung und künstlerischen Aktivitäten bemängeln, stehen bei den Eltern die Defizite im Bereich wirtschaftliches Handeln und Denken mit über 60 Prozent an erster Stelle.

Alle Bildungsvermittler empfinden eine hohe Verantwortung

Eltern, Lehrer und Kita-Pädagogen empfinden alle gemeinsam ein hohes persönliches Verantwortungsbewusstsein für die Bildung der Kinder. Dabei sehen sich Eltern und Kita-Pädagogen umfassender verantwortlich, während Lehrer eher auf schulische Disziplinen wie Sprache, Lernbereitschaft und Lesen/Schreiben/Rechnen fokussieren. So fühlt sich jeder dritte Lehrer nicht für Sozialverhalten und Wertebildung zuständig. Unter allen Bildungsvermittlern fühlen sich nur etwa drei Viertel für die Herausbildung von politischem und demokratischem Engagement zuständig, wobei der Wert bei Kita-Pädagogen mit 69 Prozent besonders niedrig ist.

Unterschiedliche Meinungen zu wichtigen Schlüsselkompetenzen

Alle Bildungsvermittler sind sich einig, dass Kinder in einer sich wandelnden Welt neben purem Wissen auch eine Reihe von Schlüsselkompetenzen brauchen, um die beruflichen Herausforderungen meistern zu können. Auf welche Kompetenzen es ankommt, darüber gibt es aber teilweise unterschiedliche Ansichten.

Fast alle Kita-Pädagogen und Eltern erachten Demokratieverständnis, interkulturelle Akzeptanz, eine offene und wertschätzende Haltung, Anpassungsfähigkeit an sich verändernde äußere Rahmenbedingungen sowie verantwortungsvolles Handeln als wichtig. Demgegenüber sind aus Lehrersicht insgesamt weniger Kompetenzen wichtig. So sehen vor allem nur etwa 70 Prozent von ihnen Demokratieverständnis und Anpassungsfähigkeit als relevant an.

Auch bei der Frage nach Bedingungen, um künftige berufliche Herausforderungen meistern zu können, stufen Eltern und KiTa-Pädagogen im Schnitt 17 der vorgegebenen 18 Fähigkeiten als Schlüsselkompetenzen ein, Lehrer nur 15,5. Hierbei werden unter anderem auch eher zukunftsorientierten Bereiche wie globales Denken, Flexibilität, Nutzen von Wissen/Informationen, Problemlösefähigkeit, interkulturelle Kompetenz und Computer-/Internetfähigkeiten von Lehrern deutlich weniger häufig angegeben als von Eltern.

HABA-Firmenfamilie unterstützt Eltern, Pädagogen und Kinder beim spielerischen Lehren und Erwerben von Kompetenzen

Die HABA-Firmenfamilie hat mit der JAKO-O Bildungsstudie bereits 2010 eine erste Untersuchung dieser Art vorgelegt und diese Reihe bis 2017 mit insgesamt vier bundesweiten und zwei regionalen Studien fortgesetzt. Bislang wurden Eltern über ihre Einstellungen zum deutschen Bildungssystem befragt. „In diesem Jahr waren bei der Studie ‚Lernen bewegt‘ von JAKO-O und Wehrfritz erstmals auch Kita-Pädagogen und Lehrkräfte Teil der Befragung. Zudem hat sich der inhaltliche Schwerpunkt der Studie auf das Thema Zukunft der Bildung verlagert“, sagt Marktforscher Schöppner.

„Die Studie zeigt, dass alle Bildungsvermittler ein hohes persönliches Verantwortungsbewusstsein für die Bildung der Kinder haben. Auch spiegeln die Ergebnisse wider, welch große Bedeutung die Bereiche Nachhaltigkeit sowie Kompetenzen haben, um angesichts von Globalisierung und Digitalisierung mit zukünftigen beruflichen Herausforderungen umgehen zu können“, fasst Schöppner die Ergebnisse zusammen.

Für die HABA-Firmenfamilie liefert die Studie wertvolle Einsichten: „Wir beschäftigen uns tagtäglich mit dem Thema Bildung, das Eltern, Lehrkräfte und Kita-Pädagogen gleichermaßen herausfordert. Nur wenn wir wissen, was diese Bildungsvermittler umtreibt, können wir sie bestmöglich unterstützen – Eltern im Familienalltag, genauso wie pädagogische Fachkräfte bei der Umsetzung des Bildungs- und Förderauftrags. Dabei helfen uns unsere regelmäßigen Bildungsstudien“, so Gerken.

Die HABA-Firmenfamilie verfügt über mehr als 80 Jahre Erfahrung und vereint die Kompetenzen der Erfolgsmarken JAKO-O, Wehrfritz und HABA unter einem Dach. Daraus ergibt sich ein breites und hochwertiges Lösungs- und Produktangebot sowohl für Eltern als auch für professionelle Bildungsvermittler. Während JAKO-O u.a. mit einem Sortiment an durchdachten Alltagshelfern das Familienleben erleichtert, hilft Wehrfritz dabei, optimale Voraussetzungen für die professionelle Wissensvermittlung in Schulen, Kitas, Krippen und sozialen Einrichtungen zu schaffen – mit innovativen Möbeln und Raumkonzepten sowie Spielwaren zum Lernen und Wachsen. Die HABA-Digitalwerkstatt fördert darüber hinaus u.a. die Medienkompetenz von Kindern und bietet Lehrkräften Kurse im Bereich Digitale Bildung. „Mit allen unseren Angeboten möchten wir vor allem auch dazu beitragen, auf spielerische Weise Kompetenzen zu fördern“, sagt Gerken.

 

Einen Überblick zu den wichtigsten Ergebnissen der Studie „Lernen bewegt“ finden Sie hier: www.jako-o.com/lernen-bewegt bzw. www.wehrfritz.com/lernen-bewegt